Die Verteidiger des Regenwaldes

Wir alle leben von dieser Erde helfen Sie sie zu erhalten durch informieren und untersttzen Perus Indianer informieren sich ber die Folgen der lfrderung und organisieren ihren Widerstand. Es ist hei und feucht in der peruanischen Amazonasregion Ucayali, die im Osten an Brasilien grenzt. Bume, hoch wie Kirchtrme. Ein grnes Meer aus Lianen, Moosen, Farnen und Blttern lngliche, breite, dicke, runde, gefcherte oder ovale. Im Wald ist der Br los. Es raschelt, klopft, zirpt, singt und pfeift unter dem Dach der Urwaldriesen.

Seit kurzem sucht der spanische Multi Repsol nach l in der Region Ucayali. Er besitzt dort zwei Frdergebiete gemeinsam mit dem US-Konzern Burlington, die rund 1,5 Millionen Hektar gro sind. Betroffen von der lsuche sind die traditionellen Lebensrume der indigenen Stmme Ashninka, Ashninka, Yine, Shipibo-Konibo, Amawaca und Nawa. Die meisten der Ureinwohner knnen nicht lesen und schreiben, ber die Folgen von lfrderung wissen sie gar nichts. Aber sie kennen ihren Regenwald, in dem sie noch traditionell als Jger und Sammler leben, ohne ihn zu zerstren. Er ist fr sie Apotheke und Supermarkt, liefert Baumaterialien und sauberes Trinkwasser.

Viele Dorfbewohner besitzen keine Landtitel, obwohl ihre Vorfahren seit Jahrhunderten schon hier gelebt haben. Das macht es schwieriger fr sie, ihre Landrechte durchzusetzen. Ihnen droht, was in Ecuador vor gut 30 Jahren passiert ist. Dort hatte Texaco auf indigenem Territorium Anfang der 70er Jahre begonnen, l zu frdern und eine Umweltkatastrophe hinterlassen. Heute liegt die Krebsrate in den geplnderten Gebieten so hoch wie sonst nirgendwo im Land.

Bereits die seismischen Untersuchungen im Vorfeld einer mglichen lfrderung haben negative Auswirkungen auf den Wald und seine Bewohner. Sie erfordern eine groe Zahl an Arbeitern und lrmenden Maschinen wie transportable Bohrer, Generatoren, Kompressoren, Kettensgen, Fahrzeuge und Hubschrauber. In der Regel wird auf einer Lnge von Hunderten von Kilometern eine etwa zwei Meter breite Schneise geschlagen, um dort in einem Abstand von 100 Metern Explosionen durchzufhren. Landepltze fr die Helikopter und Camps fr die Arbeiter mssen errichtet werden, was die Rodung einer riesigen Flche Regenwald bedeutet.

Zustzlich zu dem Lrm und dem Holzeinschlag besteht das Risiko, dass Arbeiter Krankheiten in die Region einschleppen, denen das Immunsystem der indigenen Menschen nicht standhalten kann.

Die wilden Tiere des Regenwaldes werden von den Arbeitern zum Verzehr oder Verkauf gejagt, wenn sie nicht bereits von dem Lrm der Maschinen verscheucht wurden. Proportional zum Verschwinden der Tiere werden auch die Jagdmglichkeiten der indigenen Vlker erheblich begrenzt.

Um die drohenden Gefahren abzuwenden, haben die indigenen Organisationen ORAU (Organisacin Regional Aidesep Ucayali) und OIRA (Organisacin Indgena Regional Atalaya) Mitte Oktober 2005 einen Workshop durchgefhrt. Stam-mesfhrer aus 50 Drfern und Vertreter indigener Organisationen aus ganz Peru und dem Ausland haben vier Tage ber die kologischen, sozialen und kulturellen Auswirkungen von lfrderung im Regenwald diskutiert. Rettet den Regenwald hat den Workshop mit 4.500 Euro untersttzt. In einer Abschlusserklrung haben die indigenen Vertreter den Ausnahmezustand fr ihre betroffenen Stammesgebiete ausgerufen und ent-schieden, smtlichen l-, Bergbau- und Holzunternehmen den Zugang zu verbie-ten. Rettet den Regenwald wird die von lsuche betroffenen indigenen Gemeinden in Peru genauso weiter untersttzen wie andere indigene Vlker, die unter dem schwarzen Fluch leiden.

In Kolumbien wurden in der Vergangenheit unter anderem die Uwa von Occidental geschdigt. In Ecuador sind aktuell die Signa, Secoya, Cofan, Huaorani, Shuar und Ashuar von lfrderung betroffen. Fr sie alle starten wir unsere neue Kampagne Wir helfen den Waldmenschen.
Bitte verfolgen Sie die Kampagne auch im Internet unter: www.regenwald.org